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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara. 17

Fenſter, dem fernſten Winkel des Zimmers. Mit gedämpf⸗ ter und faſt unhörbarer Stimme unterhielt ſie ſich mit der Alten, während auf ihrem Antlitze der Ausdruck einer ent⸗ zückenden Hoffnung glänzte:

Wohlan, Ines, gute Ines, haſt Du endlich etwas entdeckt? Weißt Du was aus Anna Canteels geworden iſt?

Ja, ich weiß wo ſie wohnt, Senora.

O Gott, endlich doch Etwas! Ha! dies mildert meinen Schmerz..... wie bin ich froh, liebe Ines!

Ihr werdet noch froher ſein, Senora, wenn ich Euch erzähle, was ich noch erfahren habe.

Was? Was, Ines? Sollteſt Du.....

Die alte Duena brachte mit fröhlichem Lächeln den Finger auf ihren Mund und flüſterte dann der Edelfrau in's Ohr:

Gott ſei Dank, ich weiß auch wo ſie iſt.

Das Wort ſie, mit Nachdruck ausgeſprochen, mußte für die Edelfrau eine leicht zu errathende Bedeutung haben; denn ſie ſprang fröhlich und doch bebend auf und rief, wäh⸗ rend ſie ſich offenbar Gewalt anthat um ihre Aufregung zu verbergen:

Sie? Sie?

Ja, Senora; ſie lebt nur wenig Schritte von Euch entfernt.

Ach, wie viel läßt Du mich leiden, Ines! ſprich doch deutlich; ich kann an ſolch' ein unerwartetes Glück nicht glauben.

Die hölzerne Clara. 2