Die hölzerne Clara.
— Zweifelt nicht länger, Senora; ſie, die wir ſuchen, — nicht die Alte, die Andere— iſt nicht fern von hier.
Eine heftige Aufregung befing die Edelfrau bei dieſer vollen Beſtätigung deſſen, was ſie kaum hatte hoffen dürfen; Bläſſe und Gluth wechſelten auf ihrem Angeſicht, ſie fühlte ihre Kräfte ſchwinden und lehnte ſich gegen den marmornen Pfeiler des Kamins. Faſt ohnmächtig, ſeufzte ſie flehend:
— Wo? Wo lebt ſie? Ach, unterſtütze mich, gute Ines, es iſt mir als ſollte ich ohnmächtig werden..... Nein, es iſt vorüber, glaub' ich.... Sag ſchnell, wo iſt ſie?
— Geduldet Euch, Senora, bis Eure Aufregung ſich etwas gelegt hat, wartet nur einen Augenblick...... die Freude über die glückliche Nachricht erſchüttert Euch zu ſehr... .. Ihr könntet vielleicht die Botſchaft, die ich Euch bringe, nicht ertragen.
— Wohlan, häßliche Peinigerin, betrachte mich! Ich bebe, nicht wahr? aber an Kraft fehlt es mir doch nicht mehr. Sag an, von welcher Botſchaft ſprichſt Du denn? Muß ich ſtatt der Rettung, die Du mir gelobteſt, aus Dei⸗ nem Munde mein Urtheil vernehmen?
— Ach, arme Senora, Ihr irrt Euch. Bleibt ruhig und kaltblütig und ich werde Euch ſagen wo ſie iſt.
Bei dieſen Worten trat die Duena an die gegenüber⸗ liegende Wand des Zimmers heran und indem ſie mit dem Finger auf ein eigenthümliches Geräuſch zu deuten ſchien, flüſterte ſie geheimnißvoll:
— Senora, die Waiſenmädchen aus dem Mägde⸗ hauſe hier nebenan ſind mit ihrer Mutter ſo eben vom
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