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Die hölzerne Clara. 13
dort eine alte Dienſtmagd meines Vaters wohne und ich wollte ſie noch einmal ſehen. Sie war es, die mich zur Schule brachte, als ich noch Kind war; allein es ſind nun bereits acht Jahre verfloſſen ſeit wir die Niederlande ver⸗ laſſen haben. Die alte Dienſtmagd iſt längſt weggezogen und ſpurlos verſchwunden: Niemand weiß wo ſie geblieben iſt. Was iſt da zu argwöhnen bei einer ſo einfachen Sache?
— Um ſo beſſer, Catalina! Ich werde Euch ſelbſt ſuchen helfen, wenn Ihr wollt. Wie heißt die alte Dienſt⸗ magd?
Eine hohe Röthe überflog die bleichen Wangen der Edelfrau und nur nach einem augenblicklichen Beſinnen ant⸗ wortete ſie ſtockend:
— Sie heißt... Anna De Zwart.
— Ha! wiederholte Graf d' Almata ungläubig, ſie heißt Anna De Zwart! Es iſt gut, Senora, vielleicht habt Ihr aber ihren Namen vergeſſen, denn es iſt doch bereits ſo lange her, nicht wahr?
— Caliſto, rief die Edelfrau voll Schmerz und Zorn, ich verbiete Euch in dieſem Tone mit mir zu ſprechen! Wenn Euer eiferſüchtiges Gemüth Euch auch Mißtrauen einflößt gegen Eure Gattin, ſo iſt es Euch, Senor d' Al⸗ mata, doch nicht geſtattet das Blut Eures alten Waffen⸗ gefährten in ſeiner Tochter zu erniedrigen. Achtet in mir den edeln Stamm der Ghyſeghem's, dem Ihr die Rettung Eures Lebens zu danken habt.
— Euer Vater, Juan Van Ghyſeghem, mein Waffen⸗ gefährte und Retter— Ihr ſeht, Senora, daß ich es nicht


