Druckschrift 
Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
Einzelbild herunterladen

́́

Die hölzerne Clara.

Vielleicht würden die meiſten Mädchen ihren Zungen noch lange Zeit auf Clara's Rechnung freien Lauf gelaſſen haben, wenn nicht ein ſchöner und kräftiger Jüngling auf ſchäumendem Pferde daher geſprengt wäre. Nun hatten die Mädchen genug zu thun, um dieſen zu betrachten und ſich gegenſeitig ihre Anſichten über ihn mitzutheilen.

Während die Waiſen alſo langſam durch die Gaſthuis⸗ ſtraße fortſchritten, ſtand die Edelfrau noch immer hinter dem Fenſter und blickte träumeriſch hinab auf die Straße. Alles an ihr, die durchſcheinende Bläſſe ihrer Geſichtszüge, der matte Blick ihrer blauen Augen wie die Abgemeſſenheit ihrer Bewegungen gab Zeugniß von einer tiefen Melancholie. Trotz ihres Alters, denn ſie mochte wohl über dreißig Jahre zählen, war ſie noch eine ſchöne und herrliche Frauengeſtalt,

Die Senora hatte faſt eine Viertelſtunde unbeweglich am Fenſter geſtanden, als die Thüre leiſe geöffnet ward und ein Mann den Kopf forſchend in das Zimmer ſteckte. Da die Dame ſich nicht regte, ſo trat der Mann geräuſchlos, jedoch ohne augenſcheinlich überraſchen zu wollen, in das Zimmer. Er nährte ſich der Dame und warf einen flüch⸗ tigen Blick uͤber ihre Schultern durch das Fenſter.

Beruhigt, da er Nichts auf der Straße bemerkte, trat er einige Schritte zur Seite und warf ſich in einen Seſſel.

Immer ſo traurig, Catalina? ſprach er zur Edel⸗ frau. Ihr täuſchtet mich alſo als Ihr mir unaufhörlich ver⸗ ſichertet, daß die Luft der Niederlande Euch erquicken ſollte? Nun weilen wir bereits vierzehn volle Tage hier, und ſtatt daß der Aufenthalt in Eurer Geburtsſtadt Euch erheitern

ſollte, litze ve darauf leicht e geſund hörlich lina, m beweger Land n verwan hoffte, des Wi der ab außer! verwan laſſen? D forſchen Augen I Selbſt um D nicht a wieder obachte ich un