Die hölzerne Clara. 9
auch Bei dieſem Rufe wandte die Mutter des Mägdehauſes pfung ſich um und bemerkte wie einige der Mädchen unverwandt ſe aus nach den Fenſtern des Herrenhauſes hinblickten während e. ſie ſelbſt beſchäftigt war die anderen in Reihe und Glied zu ſtellen. Strengen Blickes trieb ſie die Neugierigen in den Zug zurück, ergriff dann mit beſonderer Vorliebe eines der 99 die 4 Mädchen bei der Hand und gab dann das Zeichen zum ze mit Aufbruch. Viele— Schon wieder hölzerne Clara! ſagte Trees; dieſes or und Zuckerkind, das arme, daß es nur nicht in Stücke bricht! Fenſter— Eh, Anna Moeyal, ſieh, wie hochmüthig und ſteif ſie mit ihrem Beſenſtiele im Rücken nun neben der Mutter her enora, gehet! Sie hat wieder über ihre Aufgabe gearbeitet, die Närrin.. iſt die— Schweigt nur von der hölzernen Clara! fiel ihr die
lange Mie, die Schwätzerin, in die Rede; ſie kann wieder ein
ene neues Liedchen. Ach es iſt ſo ſchön! Es geht ſo:
Gott grüß' Dich ſchöne Blume,
Maria edle Jungfrau. 1 Mo⸗ Und ſie ſoll es uns heute Nachmittag lehren und noch ſedin; dazu mit Begleitung des Clavecimbel's: Ich gäbe zwei londes Finger meiner linken Hand darum, wenn ich auf dem Cla⸗ die an vecimbel ſo ſchön wie die hölzerne Clara ſpielen könnte!
4— Das iſt ganz gut; allein muß ſie deshalb immer innen! das liebe Kind ſein, als wenn ſie keine Waiſe wäre gleich uns Anderen? Warum iſt ſie denn ſo hochmüthig?
r auch— Hochmüthig? ſie? Ich dächte ſie wäre die Freund⸗
4 ſchaft und Sanftmuth ſelbſt.


