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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

ein wahres Ereigniß zu Grunde liegt. Wie dem auch ſei, das, was ich hier erzähle, iſt Nichts als die Verknüpfung und freie Bearbeitung deſſen, was ich bruchſtücksweiſe aus dem Munde verſchiedener alter Leute vernommen habe.

Als an einem Frühlingstage des Jahres 1589 die Waiſen aus dem Mägdehauſe in der Gaſthuisſtraße mit ihrer Mutter oder Aufſeherin ſpazieren gingen, blickten Viele nach den Fenſtern eines nebenſtehenden Hauſes empor und deuteten neugierig auf eine reiche Frau, die vom Fenſter aus auf ſie herabſchauete.

Sieh, ſprach die Eine, das iſt die reiche Senora, die kürzlich hierher gezogen iſt.

Ich weiß wie ſie heißt, rief eine Andere; es iſt die Gräfin d' Almata und kommt aus Spanien.

Ja, und von wem weißt Du das? fragte eine Dritte.

Ich habe es von der Mutter und Schweſter Mo⸗ mika gehört, und die reiche Senora iſt keine Spanierin; auch ſeht Ihr wohl, daß ſie blaue Augen hat und blondes Haar? Nein, es iſt ein Fräulein aus Antwerpen, die an einen reichen Spanier verheirathet iſt.

Hört Trees, die Lügnerin, wieder Lügen erſinnen! lachte eine der Zuhörerinnen.

Fragt doch lieber die hölzerne Clara; die war auch dabei Ch, pſt, hölzerne Clara, hölzerne Clara!