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Die Magd trat mit einem Papier in der Hand herein und überreichte es ihrem Herrn.
„Es hat Eile, Herr,“ ſagte ſie;„es kommt von dem Telegraphen.“
„Himmel! Iſt es möglich?“ rief Pottewal, die
Botſchaft mit zitternder Hand vor ſein Auge haltend. „Ja, ja, Thereſe, es iſt wahr, Thereſe, liebe Thereſe, beſſere Neuigkeiten von London. Der Preis des Ge⸗ treides iſt zu Antwerpen bereits um fünf Francs geſtiegen. Die Hälfte unſeres Vermögens iſt ge⸗ rettet! Unſer Kind wird nicht arm ſein!“ Es antwortete Niemand auf dieſen Ausruf, ob⸗ gleich Alle dadurch lebhaft gerührt waren; man war noch immer ängſtlich damit beſchäftigt, Romys aus ſeiner Ohnmacht zu erwecken.
„Vater, Vater, hör',“ rief Hermina ihm in's Ohr. „Es ſind gute Nachrichten da. Pottewal hat wieder dreihundert tauſend Francs zurückerhalten!“
Dieſe Ankündigung erklang bis in das Herz des Ohnmächtigen; er öffnete die Augen und ſah die Umſtehenden mit zweifelnder Verwirrung an.
„Dreihundert tauſend Francs?“ murmelte er. „Zurückerhalten?“
„Ja, ja, das Getreide iſt geſtiegen,“ war die be⸗ ſtätigende Antwort.
„Wir verlieren noch dreihundert tauſend Francs?“ ſeufzte er.„Genug, um davon den Tod zu haben...“
Pottewal wollte ſeine Hand faſſen; aber er ſtieß ihn wüthend zurück und ſchnaubte ihn mit verzerrten Lippen und mit Gift in den Augen an:
„Bleibe verwünſcht, Niederträchtiger, der das Geld, das Blut einer armen Familie verſchwendet hat!“


