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er Sie in der Leidenſchaft, die Sie vergeſſen läßt, daß Sie ein Menſch ſind; Ihre Seele war zu Geld geworden; Geld iſt es, viel Geld, das Ihnen ent⸗ riſſen wird. Das iſt gerecht: die Urſache und das Werkzeug liegen beide zu Grunde gerichtet.“
Romys ſank auf einen Stuhl, legte ſich mit einem Angſtſchrei die Hände vor die Augen und ſchien in Thränen auszubrechen.
Lange Zeit ſah Pottewal mit wachſendem Mit⸗ leiden auf ihn nieder.— Endlich ſchwand ſeine Er⸗ bitterung gänzlich; er ſenkte den Kopf und ſchaute zu Boden; aus ſeinen Augen ſielen Thränen.
Es herrſchte eine feierliche Stille in dem Zimmer.
Es mußte wohl der Fall ſein, daß Romys trotz ſeiner Verzweiflung noch immer eine geheime Abſicht verfolgte; denn er blickte bisweilen durch ſeine Fin⸗ ger zur Seite auf ſeinen Schwiegerſohn, als wollte er ſeine Gemüthsbewegungen beobachten.
Zu Romys tretend, ſprach Pottewal mit ſanfter, trauriger Stimme:
„Nun, Vater, laſſen Sie uns nicht ſtreiten. Ich bin ſchuldig, wenigſtens einer wahnſinnigen Unvor⸗ ſichtigkeit ſchuldig. Ich bereue es tief; ich werde mich meiner Strafe unterwerfen und mein Loos tra⸗ gen, ohne Jemand der Ungerechtigkeit zu bezüchtigen. Unterwerfen Sie ſich gleichfalls dem Willen des Herrn und ſchenken Sie mir Ihre Vergebung für den Kum⸗ mer, welchen ich Ihnen verurſache.“
„Ich werde Ihnen Alles vergeben, Franz,“ ant⸗. wortete Romys mit dem Lichte der Hoffnung in den Augen;„aber ſeien Sie gerecht, und zeigen Sie eini⸗ ges Mitleid für Ihre Frau und für ihr armes Kind.


