325
1 zu? Sie ſprechen von Ihrer Ehrlichkeit? Aber das
d vor iſt ein Diebſtahl, das iſt ein Mord!“ Geld⸗ Einige Schritte vortretend, ſprach Pottewal mit ich zu einer überraſchenden Ruhe in der Stimme: „Die Juwelen gehören meiner Frau. Da wir n hef⸗ in Gütergemeinſchaft lebten und ſie an meinem Ge⸗ lte ſich winne Theil hatte, muß ſie auch meinen Verluſt mit⸗
ie mit: tragen.“ „Wütherich! Und wenn dieſelbe Sie anflehte,
Ehre, ihr dieſes letzte Huͤlfsmittel zu laſſen, um ihr Kind
gegen gegen das drohende Elend zu ſchützen, könnten Sie und unmenſchlich genug ſein, ihr dieſe Bitte abzuſchlagen?“
1„Ich weiß nicht, was ich thäte; es iſt Etwas,
it ent: worüber ich mit ihr ſprechen würde.“ kann„Wohlan, ſie hat mich ſelbſt auf den Knieen er⸗
An⸗ ſucht, Ihre Juwelen hier zu holen. Wollen Sie mir
hützen, alſo dieſelben ohne längern Widerſtand einhändigen?“
welche„Was Sie da ſagen, iſt eine Unwahrheit,“ er⸗
mögen wiederte Pottewal.„Sie verläſtern Ihre Tochter
chnöde auf eine ſchnöde Weiſe. Auf alle Fälle habe ich
ganzen Thereſe verſprochen, vor Ihrer Rückkehr nichts zu
ickſale thun oder zu beſchließen. Sie bleibt lang aus. Trotz
meines Verſprechens ſollte ich ſchon lange abgereist
3 ſein; denn ich wußte wohl, daß Ihr Herz unbarm⸗ hter!“ herzig und gefühllos iſt wie Stahl; aber was nun geſchieht, habe ich vorhergeſehen und gefürchtet. Laſ⸗
; der ſen Sie demnach alle Hoffnung fahren, Romys. Hier iſt Nichts zu retten. Ich werde bleiben, bis daß ich ind in mein Haus der Bewachung Ihrer Tochter anvertraut n Sie habe. Sie iſt eine ſtarke Frau; ſie wird meine Ehre 2 Ge⸗ und die Ehre ihres Kindes vertheidigen, ſelbſt ge⸗
1 gen Sie.“


