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mich auch vor meinem eigenen Gewiſſen und vor Gott ſchuldig machen?“
Romys bemerkte, daß der Schlüſſel in der Geld⸗ kaſſe ſteckte, und trat vor, um derſelben ſich zu nähern.
Dieſe Bewegung ſchien Herrn Pottewal einen hef⸗ tigen Schrecken einzujagen. Er ſprang auf, ſtellte ſich mit geballten Fäuſten vor die Kaſſe und ſchrie mit heiſerer Stimme:
„Zurück! Zurück! Dieſe Kaſſe enthält meine Ehre, meine Unſchuld, mein Leben. Ich werde ſie gegen Ihren verbrecheriſchen Anſchlag vertheidigen, und müßte ſelbſt Blut zwiſchen uns fließen!“
„Sie ſind verrückt!“ ſchnaubte Romys mit ent⸗ flammtem Zorn, jedoch zurückweichend.„Wie kann ein Menſch ſo böſe und doch ſo dumm ſein? An⸗ ſtatt ſeine Frau gegen Noth und Armuth zu ſchützen, überläßt er ihr Heirathgut lieber denjenigen, welche ſeine Thorheit benützt haben, um ihm ſein Vermögen wegzufiſchen. Es ſei ſo! Fügen Sie dieſe ſchnöde That noch zu den Niederträchtigkeiten Ihres ganzen Lebens. Ich will hingehen und Sie dem Schickſale überlaſſen, das Sie ſich ſelbſt bereitet haben... Geben Sie mir die Juwelen meiner Tochter.“
„Geben Sie mir die Juwelen meiner Tochter!“ wiederholte er mit zornigem Nachdruck.
Pottewal bückte ſich zu der Kaſſe nieder; der Schlüſſel drehte ſich im Schloſſe.
„Wie?“ fiel Romys ein,„die Juwelen ſind in dieſer Kaſſe? Sie ſchließen dieſelbe? Sollten Sie unverſchämt genug ſein, ſie mir zu verweigern? Ge⸗ hören ſie nicht meiner Tochter als volles Eigenthum
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