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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Allerdings. Ich begreife: ſie wird nach Schär⸗ beek gegangen ſein; aber es iſt eine thörichte Hoff⸗ nung, die ſie antreibt.

Sie haben alſo ihre Bitte abgeſchlagen?

Gewiß, und Sie müſſen mir Recht geben, Franz. Wäre es nicht eine verwerfliche Dummheit, zwei hun⸗ derttauſend Francs in den bodenloſen Abgrund eines Bankerotts werfen zu wollen?

Es herrſchte eine Weile Stillſchweigen. Pottewal betrachtete ſeinen Schwiegervater mit einem bittern Hohnlächeln auf den Lippen.

Grauſamer Mann, murmelte er;ohne Zweifel haben Sie Ihre arme Tochter durch Ihre Gefühl⸗ loſigkeit vernichtet. Weit entfernt, ſie zu tröſten oder ihr zu helfen, haben Sie ihr durch giftige Worte das Herz zerriſſen, nicht wahr?

Herr Romys zitterte und ein Funke des Zorns leuchtete in ſeinen Augen; aber er bezwang ſich mit Gewalt, als hätte er einen beſondern Zweck, und ſagte in ruhigem Ton:

Das Unglück macht Sie ungerecht, Franz. Laſ⸗ ſen Sie unß aufrichtig ſein. Ihr Vermögen hat nun Schiffbruch gelitten; Klagen oder Beſchuldigungen können das Unglück nicht wieder gut machen. Es bleibt Ihnen jedoch eine heilige Pflicht zu erfüllen; Sie müſſen zu Gunſten Ihrer Frau und Ihres Kin⸗ des zu retten ſuchen, was noch zu retten iſt. Hier, in Ihrem Comptoir, in dieſer Kaſſe müſſen Bank⸗ noten, Staatspapiere, Werthobjekte und baares Geld liegen. Nun, geben Sie mir die Schlüſſel.

Die Schlüſſel? Warum? rief Pottewal er⸗ bleichend.