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Hermina.„Er wird der Retter meiner armen Schweſter werden!“
Und ihrem Gatten an den Hals fliegend, ſprach ſie mit großer Haſt in der Stimme:
„Ernſt, Freund, höre und ſei großmüthig. Potte wal hat ſein ganzes Vermögen verloren; ſeine Bücher ſind in Unordnung; man wird ihn als betrügeriſchen Bankerottirer verfolgen; er wird verurtheilt werden; zweimal hundert tauſend Francs können ihn retten; meine arme Schweſter ſoll Mutter werden; ihr Kind wird für immer entehrt ſein; ſie wird ſterben... Dieſes Geld, das Du ſo glücklich biſt, mitzubringen, dieſes Geld kann meiner Schweſter das Leben zurück⸗ geben und unſere Familie vor ewiger Schmach be⸗ wahren. Ernſt, Du liebſt mich ſo zärtlich! Sie iſt meine Schweſter, die unglückliche Mutter i“
Herr de Cock trat einen Schritt zurück und rieb ſich in tiefem Nachdenken die Stirne.
„Betrüglicher Bankerott?“ murmelte er.„Ge fängniß? Entehrung? Laß, laß mich überlegen!“
Jedermann betrachtete ihn bebend und mit klo pfendem Herzen. Blondeel war näher getreten und ſchien mit der Hand bereit, ihn zurückzuhalten.
„Der Name meiner Hermina entehrt?“ rief Ernſt plötzlich, als ſtiege jetzt erſt ein ſchreckliches Licht in ſeinem Geiſte auf.„Sie ſollte über ihrer Schweſter zu erröthen haben? Nein, nein! Da, Hermine; es iſt ein ſchmerzliches Opfer für einen Vater; aber...“
Herr Blondeel, der wahrſcheinlich dieſen Entſchluß vorausgeſehen hatte, faßte Ernſt's Hand und hielt ihn in ſeiner Bewegung zurück.
„Wie?“ ſprach er;„Du beſitzeſt noch Nichts, als


