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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Ha, ich will mit ihm nach fernen Landen ziehen, ihm folgen, wohin er geht, ihn ſtützen, ihn tröſten und, muß es ſein, mit meiner Hände Arbeit für ihn und mein Kind das Brod verdienen. Hier wird man ſeiner ſpotten und ihn verachten, als einen be trügeriſchen Bankerottirer; dort wird jedoch Jemand neben ihm ſtehen, der ihn vertheidigen, der ihn mit frommer Achtung, mit unendlicher Ergebenheit lieben wird... Aber, o Himmel, mein Kind! Das unaus⸗ löſchliche Brandmal der Schande an meinem armen Kinde!

Blondeel wandte überraſcht den Kopf nach der Thüre; es kam ihm vor, als habe er einen Schlüſſel im Schloſſe an der Hausthüre drehen gehört. Die Frauen waren zu ſehr von Schmerz und Mitleid ergriffen, als daß irgend ein Geräuſch zu ihren Ohren gedrungen wäre.

Eine freudige Stimme ertönte auf dem Gange; es war Ernſt de Cock, der im Tone der Begeiſterung ausrief:

Hermine, gute Hermine, mein Entwurf iſt an genommen! Ich bringe Dir hundertzwanzig tau⸗ ſend Francs! Für unſere Kinder, für unſere lieben Kinder...

Ein von Banknoten ſchwellendes Portefeuillé tragend, ſtürzte er in das Zimmer herein und war im Begriff, auf ſeine Frau zuzueilen und ihr den theuer erworbenen Schatz einzuhändigen; aber der Anblick der Thränen auf Hermina's Wangen ſchlug ihn mit plötzlichem Schrecken und er blieb mit ängſt lich fragendem Blick mitten im Zimmer ſtehen.

O, Gott ſei Dank, da iſt mein Ernſt! rief

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