Druckschrift 
Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eils be⸗ Glück ) fühle n mir.

welche gen be⸗ Liebe

e: armen

Mann ien ar⸗

wortete geben. Schwe⸗ auſend

öͤſten, terwer⸗

wohl. Marie, , mit h war

fiel nach noch deinem nicht ics zu

geben, wenn ich, der nicht halb ſo reich iſt, als er, zu einem ſo beträchtlichen Opfer mich hergebe, um die Ehre ſeiner Tochter und die Ehre der Familie zu retten.

Ich danke Dir, antwortete Thereſe in muth⸗ loſem Ton;Deine Güte kann den verhängnißvollen Schlag, der uns bedroht, nicht abwehren. Nähme ich die fünfzig tauſend Francs an, ſo würden ſie nutzlos in dem Abgrund unſeres Verluſtes verſchlun⸗ gen. Was ich haben muß, ſind zweihundert tauſend Franes Mein Vater? Du hoffſt auf meinen Vater? Sein Herz hat ſich über dem Geld geſchloſſen; Nichts vermag es zu öffnen, außer Geld... Es iſt um mich geſchehen. Gott hat mich geſtraft; ich habe es verdient. Laß mich noch ein Bischen weinen, ein Bischen ausruhen; ich werde mit dem Bahnzug wie⸗ der abreiſen...

Sie beugte den Kopf tief auf die Bruſt und verſank in eine gränzenloſe Verzweiflung. Eine Weile ſchien ſie für die Bemühungen von ihrer Schweſter und Fräulein Marie, ihr Muth einzuflößen und ſie zu tröſten, gefühllos zu bleiben; aber auf einige undeutliche Worte von Herrn Blondeel ant⸗ wortete ſie mit einer Art fieberiſchen Leidenſchaft:

Pottewal iſt nicht ſchuldig; ich bin es, die ihn zu Verzweiflung und Geiſtesverwirrung getrieben hat; und Gott im Himmel weiß, wie mein Vater bei dieſem gottloſen Werke mir geholfen hat. Mein armer Mann iſt ein unſchuldiges Opfer. Ihr wun⸗ dert Euch über ſolche Redensarten? Ich bin dieſelbe nicht mehr; die Ueberzeugung, daß ich Mutter wer⸗ den ſoll, hat mir die Binde von den Augen gerückt..