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welche dahinten ſchlafen, ſollten ihres Erbtheils be⸗ raubt werden? Ich ſollte für ihr künftiges Glück Nichts mehr thun können? Nein, nein, ich fühle nicht die Kraft zu einem ſo grauſamen Opfer in mir.“
„Sei edelmüthig, Jan!“
„Um edelmüthig zu ſein gegen diejenigen, welche uns niemals geliebt haben, muß ich diejenigen be⸗ rauben, welche uns allzeit Zuneigung und Liebe bewieſen haben.“
Hermina ſtreckte die Hände aus und flehte:
„Habe Mitleid mit dem Looſe meiner armen Schweſter! Denk nicht an meine Kinder; mein Mann iſt noch jung; er wird für uns Alle zuſammen ar⸗ beiten!“
„Wohlan, ich will Etwas thun,“ antwortete Blondeel,„ich will fünfzig tauſend Francs geben.“
„Ah Dank!“ rief Hermina.„Schweſter, Schwe⸗ ſter, tröſte Dich! Onkel Jan gibt fünfzig tauſend Francs!“
„Nein, Hermine, ſuche mich nicht zu tröſten,“ ſagte Madame Pottewal mit ſchmerzlicher Unterwer⸗ fung.„Mein Loos iſt beſchloſſen, ich ſehe es wohl. Vergib mir, lieber Onkel, und Du gleichfalls, Marie, vergebt mir, daß ich hieher zu kommen wagte, mit der Hoffnung auf eine unmögliche Hülfe. Ich war wahnſinnig...“
„Aber Thereſe, Du irrſt Dich vielleicht,“ fiel Blondeel ein.„Meine Abſicht iſt, mit Dir nach Darlingen zu reiſen. In einer Stunde geht noch ein Eiſenbahnzug. Ich werde mit Dir zu Deinem Vater eilen und ihn überzeugen, daß er ſich nicht weigern kann, Dir hundertfünfzig tauſend Francs zu
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