Druckschrift 
Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

310

Blick geſehen, daß ſeine Nichte Thereſe tödtlich blaß war, und ihre Augen die Spuren von übermäßigem

Weinen trugen.

Hermina war mit einem Angſtſchrei ihrer Schwe ſter um den Hals gefallen, und während ſie dieſelbe alſo in die Arme geſchloſſen hielt, jammerte ſie:

Thereſe, liebe Thereſe, was fehlt Dir? Was hat Dich betroffen? Du zitterſt, Du biſt ſo bleich? Iſt zu Hauſe ein Unglück geſchehen? Sprich, Schwe⸗ ſter, ſprich!

Thereſe antwortete anfänglich nicht und ſenkte den Kopf; aber noch einmal zu einer Erklärung aufgefordert, antwortete ſie mit einer Stimme, welche ſcheinbar ruhig, aber durch den Ton einer tiefen Niedergeſchlagenheit rührend war:

O, Schweſter, mein armer Mann hat ſein gan zes Vermögen verloren... und mehr noch: ſechs mal hundert tauſend Francs!

Während ihre Zuhörer mit Beſtürzung und Schrecken dieſe verhängnißvolle Botſchaft wiederholten, oder ſie ſtumm anſahen, erklärte ſie mit einigen kurzen Worten, wie dieſer Schlag den unglücklichen Pottewal betroffen hatte.

Hermina ſprang wieder auf ſie zu, unterbrach ihre Erzählung durch ſchmerzliches Jammern und richtete unter einem Strom von Thränen allerlei freundliche Worte an dieſelbe, um ſie zu tröſten: aber Thereſe ſchien, obwohl ſie ihrer Schweſter für ihr Mitleid dankte, nicht viel Acht auf ihre Tröſtun⸗ gen zu geben, ſondern betrachtete vielmehr mit einem Blick ängſtlicher Forſchung ihren Oheim Blondeel,

deſſen

gleich Fräule A geliehe morgen unſeres finden, D Blonde Million N verſtoße mir ni

war di Vater, zu hoff unglück Schlag⸗ fühlt. haftig, zu verd Ein Bruſt. lade he Gegenſ Schweſt einige