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„Es iſt gut; Du haſt den rechten Ton,“ fiel Hermina ein;„merk' auf, wir beginnen.“
Es ging ſehr gut zu Anfang und während des Andante. Wahr iſt es, der alte Dilettant ſchwitzte gewaltig, ſobald eine Anhäufung der Noten ihn zu einer ſchnellen Bewegung der Finger auf den Saiten zwang; aber er hielt Takt und ſpielte ziem⸗ lich, richtig. Dann ging es minder gut, als das Allegro eine Weile begonnen hatte und das Stüch einen raſcheren Gang nahm. Herr Blondeel rief zwiſchen hinein derjenigen, die ihn accompagnirte zu:„Es iſt zu ſchnell, es iſt zu ſchnell!“ aber ſie fuhr fort ohne Aufhalt, bis der Violoncelliſt, abge⸗ mattet und huſtend, mitten in dem Allegro ſtecken blieb. Der Schweiß träufelte ihm von der Stirne, und er keuchte gleich Jemand, der ſich außer Athem gelaufen hat.
„Uf!“ ſeufzte er;„Du thuſt es mit Fleiß, Her⸗ mine; es iſt, als ob Du die Peitſche Dir auf den Beinen fühlteſt. Glaubſt Du denn, ich habe zwan zig Finger an meiner linken Hand?“
„Aber, lieber Oheim,“ antwortete Madame de Cock,„was kann ich dafür? So iſt einmal der Takt; das iſt der richtige Verlauf des Stücks.“
„Welcher Gedanke auch,“ bemerkte Fräulein Marie,„ein ſo mühſames Werk ausführen zu wollen! Die Muſiker zeichnen ſich gewiß nicht durch Demuth aus. Warum ſpielſt Du nicht lieber Etwas, das Du gut auswendig kannſt?“
„Es iſt wahr, Schweſter, aber für das letzte Mal, ſiehſt du? Ich wollte mit meinem Leibſtück auftreten. Es iſt Zeit, daß ich davon ablaſſe; das Herz mag
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