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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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mina.„Er weiß das Alles ebenſo gut, und er ſeg⸗ net Dich um der Wohlthaten willen, welche Du ſeinen Kindern beſtimmſt; aber es iſt ſein Stolz, ſein edler Stolz, Etwas durch ſich ſelbſt für ſeine Familie erwerben zu können; die Arbeit, d⸗ Kampf auf dem Gebiete der Induſtrie gehört zu ſeiner Natur, zu ſeinem Leben. Sein Geiſt hat Bewegung nöthig; er iſt nie ſtärker und geſunder, als wenn er ein Ziel hat und für Erreichung deſſelben ſtreiten kann; aber glaube nicht, daß er darum minder zufrieden iſt. Ich bin überzeugt, daß keine Stunde vorüber geht, ohne daß mein Ernſt den Blick zum Himmel erhebt, um Gott für ſeine Güte zu danken. Laß ihn Geld verdienen, Onkel Jan. Wüßteſt Du nur, wie glücklich er iſt, wenn er mir die geringſte Frucht ſeiner Bemühungen einhändigen kann! Hätteſt Du nur geſehen, wie er die zehn tauſend Francs auf die Wiege ſeiner Kinder niederlegte, Du wäreſt zu Thränen gerührt worden vor Mitgefühl und Bewun⸗ derung. Ernſt? Mein Gatte? Er hat das Herz eines Engels und den Willen eines Rieſen!“

Hermina hatte dieſe Worte mit ſolcher Begeiſte⸗ rung ausgeſprochen, daß ihre Zuhörer ſichtbar be⸗ wegt wurden.

„Nun, liebe Nichte,“ antwortete Blondeel,„Du bringſt mich wahrhaftig zu der Erkenntniß, var 10 vollkommen Unrecht habe. Wohlan, wir wollen Alle zuſammen für die Zukunft unſerer theuren Kinder ſorgen; aber laß uns doch niemals von Kummer reden. Es iſt nicht der mindeſte Grund dazu vor⸗ handen.“

Das kleine Töchterchen war nun gleichfalls auf

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