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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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edeln, einen großmüthigen Gatten, ſchöne Kinder und gute, zärtliche Freunde, wie Ihr, um meine Liebe und mein Glück zu theilen! Und ich ſollte Kummer haben? O, nein, es wäre Undankbarkeit..“

„Kummer?“ wiederholte Blondeel.„Kummer in dem irdiſchen Paradieſe; denn, erkenn' es wohl, Hermine, es iſt hier ein wahres Paradies von Frie⸗ den, von Glück und Liebe. Nun, laßt uns Platz nehmen. Meine Schweſter gibt Dir zu viel nach. Wovon ſpracht Ihr bei meinem Eintritte? Wieder von dem Eiſenbahn⸗Entwurf, nicht wahr?“

„Allerdings, Onkel Jan,“ antwortete Hermina; „wir ſprachen von meinem Mann. Er iſt voll Be⸗ kümmerniß; er muß den ganzen Tag laufen, für Tagblätter ſchreiben, Zeichnungen für die Volksdepu⸗ tirten machen, welche ſeinen Entwurf vertheidigen wollen und, um ihn zur Annahme zu bringen, die geringſten Chancen berechnen. Dieſen Mittag war er beinahe muthlos!“

„Er thut Unrecht daran, Hermine. Sein Entwurf iſt geſtern an die Section der Kammer zu näherer Prüfung verwieſen worden. Er wird erſt kommende Woche wieder auf der Tagesordnung erſcheinen.“ „Aber die Majorität ſcheint gegen die Annahme ſein, Onkel Jan.“

„Ei, ei, das wird ſich wohl ändern. Hat Herr de Decker nicht den Entwurf mit überzeugender Be⸗ redtſamkeit vertheidigt? Hat Herr Rogier nicht das ganze Gewicht ſeines mächtigen Einfluſſes zu Gunſten des Entwurfs geltend gemacht? Ich begreife Ernſt nicht. Ich glaubte, er würde mehr Muth haben.“ „Muth? Ach, Onkel Jan, Du kennſt ihn noch

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