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„Es iſt in der That ſo, Hermine,“ antwortete Blondeel ſtolz;„ich begreife nicht, wie es kommt.“
„Ach, das geſchieht darum, weil ſie wiſſen und fühlen, daß Du ſie recht zärtlich liebſt.“
„Ob er ſie liebt!“ ſcherzte das alte Fräulein. „Er iſt wohl um zwanzig Jahre jünger geworden, ſeit dieſe Engelchen auf der Welt ſind. Ich wette, daß er alle Nacht von ihnen träumt.“
„Du redeſt nur im Spaße ſo, Schweſter; aber Du ſchießeſt nicht ſo weit daneben. Habe ich dieſe Nacht unſer Ernſtchen nicht nach Hauſe kommen ſehen, mit ſeinem Diplom als Doctor der Rechte? Die Thränen drangen mir vor Freude aus den Augen während ich ſchlief.“
„Das verwundert mich ganz und gar nicht,“ fiel Fräulein Marie ihm in's Wort.„Denk einmal, Her⸗ mina, mein Bruder thut gegenwärtig Nichts als rechnen, und er beſchnipfelt die Ausgaben in meiner Haushaltung und will ſparen und wird geizig. Rathe einmal, warum?“
„Ja, aber Du haſt gut ſpotten, Marie,“ ent⸗ gegnete Herr Blondeel mit einem ſonderbaren Ernſt; „Die Kinder werden groß, und man muß ſorgen, daß ſie Etwas haben, um in die Welt zu treten. Es geſchieht doch nur für die ſüßen Engelchen, nicht wahr, Schweſter?“
Hermina, die aufgeſtanden war, faßte ſeine Hand und drückte ſie in tiefer Rührung.
„Wie kann ich Gott genug preiſen für ſeine Wohlthaten?“ flüſterte ſie.„Er ſchenkte mir einen


