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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Worte, bis er endlich nicht mehr Athem holen konnte und erſchöpft ſtehen blieb.

„Hi, hi!“ gebot der kleine Junge ungeduldig.

„Das Pferd iſt müde; hör' es ſchnaufen,“ ſeufzte Jan Blondeel.„Laß es ein wenig ausruhen, Ernſt chen; es kann nicht mehr laufen.“

„Dann Kätzchen, Kätzchen ſpielen!“ ſagte das Kind, zu Boden ſpringend.„Du hiſt die Katze, lieber Onkel, Du ſollſt mich nicht fangen!“

Und Herr Blondeel hoppelte dem Kinde mit kur zen Schritten nach und ſtellte ſich, als wäre er nicht im Stande es einzuholen. Dann war wieder Ernſt⸗ chen die Katze und lief dem Greiſe nach. So oft ſie einander griffen, ertönten Freudenrufe durch den Gar ten. Der alte Herr, auf's Neue ermüdet, ließ ſich auf das Gras niederfallen. Das Kind ſetzte ſich rittlings auf ſeine Bruſt, begann ihn zu küſſen und zu ſtreicheln, während es mit ſeinem ſüßen Stimmchen ihn„lieber Pathe“ und„guter Onkel“ nannte. Er hob den Kna⸗ ben in die Höhe, ließ ihn über ſeinem Kopfe bau⸗ meln, drückte ihn dazwiſchen hin und wieder an ſein Herz und küßte ihn mit einer Thräne zärtlicher Nei gung in den Augen. Wie war er glücklich, der Greis! Mit welcher Selbſtvergeſſenheit war er wie der zum Kinde geworden, er, der bereits dem Ende des Lebens ſich näherte und ſich nun verjüngt fühlte unter dem mächtigen Einfluß der Liebe!

„Ein Schmetterling! Ein Schmetterling!“ rief der kleine Junge.„Schnell, lieber Onkel, fang' ihn! fang ihn!“

Und wiederum mußte Herr Blondeel, ſeinem Spielkameraden zuliebe, rings im Garten herumlau⸗

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