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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Aber Thereſe kam zum Bewußtſein, ſprang von dem Gebüſch hinweg und eilte mit blinder Haſt da⸗ von, um der Frau zu entfliehen, deren Erſcheinung ſie mit tödtlichem Schrecken erfüllt hatte.

Dieſe ſchaute ihr beſtürzt nach, bis ſie ihr ganz aus dem Geſicht verſchwunden war, und murmelte, während ſie die Richtung nach der Stadt nahm, bei ſich ſelbſt:

„Sie iſt wahnſinnig! Ich habe, auf mein Wort, gedacht, daß es ſo kommen werde. Das iſt eine Neuigkeit, worüber man ſchon ein Bischen in Ver⸗ wunderung gerathen wird. Beeilen wir uns, ich bin wielleicht die Erſte, welche es weiß!“

VI.

Ein kleiner Junge von ungefähr drei Jahren ſaß auf einem hölzernen Pferde und ritt triumphirend, mit der Peitſche in der Hand, durch die Wege eines ſchönen Gartens zu Schärbeek. Ein dicker Mann, mit krauſen weißen Haaren und in einen bunten Schlafrock gehüllt, ſchob das Pferd vorwärts und that ſich Gewalt an, dem Kinde zu Willen zu ſein, welches unaufhörlich rief:

„Schneller, ſchneller noch! Hi, Onkel Jan, hi, hi!“

Der Schweiß perlte auf des Greiſes Stirne und er athmete ſchwer; dennoch ſchien das Spiel ihn zu erfreuen, denn er lachte laut und richtete an das Kind während des Reitens allerlei lebhafte, ſchmeichelnde