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ren. Ich werde noch andere Wege verſuchen. Komm', ſei gut; laß' mich nicht nach fremden Landen in die Irre gehen. Gib hunderttauſend Francs!“
„Hunderttauſend Francs?“ rief Romys, mit flammenden Augen aufſpringend.„Nach ſolchem blutigen Hohn? Fort, Du biſt meine Tochter nicht mehr: ich kenne Dich nicht!“
„Gnade, Gnade für mein Kind!“
„Keine Gnade: ich gebe Nichts, Nichts, Nichts!“
„Wohlan,“ ſchluchzte Thereſe,„ſo ſei Gott allein meine Hoffnung auf Erden. Ich werde meinen Mann nicht verlaſſen. Vermag Anhänglichkeit, Aufopfe⸗ rung, Liebe Etwas, um ſein Unglück zu verſüßen, ſo will ich verſuchen, Deine und meine Schuld ihm abzubezahlen. Lebe wohl, Vater! Lebe wohl, meine gute, meine zärtliche Mutter! Lebe wohl!“
Madame Romys ſtieß einen Angſtſchrei aus und wollte ihrer Tochter auf den Gang nacheilen; aber ihr Gatte faßte ſie um den Leib und hielt ſie mit Gewalt zurück.
Während die bangen Rufe ihrer Mutter ihr bis zur Thüre hinaus folgten, lief Thereſe wie wahn ſinnig auf der Straße dahin; ſie wankte auf den Beinen und ſchien nicht zu wiſſen, was ſie that, noch in welcher Richtung ſie forteilte. In wenigen Augen blicken jedoch befand ſie ſich auf der Promenade des Bollwerks und ſchritt mit großer Haſt auf den Pfa⸗ den umher, welche von dem Hauptweg abzweigten, als ſuchte ſie etwas Verlorenes.
Von Ferne hatte eine alte Frau ſie bei ihrem Namen gerufen; doch ſie hatte es, eine Beute der Verzweiflung, nicht gehört.


