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„Du lachſt? Und der Tod und die Schmach ſtehen drohend zwiſchen uns!... O, ja, beſchuldige mich in Deinem Herzen der Pflichtvergeſſenheit, der unge heuerlichen Verletzung des Reſpekts, den ich Dir ſchul dig bin. Gott ſoll richten zwiſchen mir und dem jenigen, welcher dieſes Brandmal der Schande auf die Stirne meines Kindes drücken läßt; zwiſchen einer armen Mutter, welche durch Verzweiflung zum Wahn⸗ ſinn gebracht iſt, und zwiſchen einem unbarmherzigen Vater, welcher die Ehre ſeines ganzen Geſchlechtes für eine Summe Geldes verkauft!“
Herr Romys, unter den letzten Anſchuldigungen ſeiner Tochter wie zerſchmettert, ſank vor Erſchöpfung auf einen Stuhl, ſchlug ſich die Hände vor die Au⸗ gen und begann zu weinen.
Der Anblick ſeiner Thränen entriß Thereſe einen Schrei der Verzweiflung; ſie ſank aufs Neue ihm zu Füßen, faßte ſeine Hände, bedeckte ſie mit Küſſen und Thränen und rief in herzzerreißendem Ton:
„Vater, ach, lieber Vater, verzeihe mir! Ich weiß nicht, was ich ſage; ich bin wahnſinnig, es iſt fin⸗ ſter in meinem Geiſte. Erbarmen, Erbarmen, ſprich das Wort aus, das uns retten muß. Ich werde Dich ſegnen, Dich ehren, Dich lieben bis in's Grab!“
Madame Romys war gleichfalls herzugetreten; und während ihre Tochter auf dem Boden kniete und die Hände ihres Vaters fieberiſch drückte, hatte die alte Frau ihm den Arm um den Hals gelegt und flüſterte ihm eine innige Bitte von Mitleid in's Ohr.
„Sprich, Vater,“ flehte Thereſe.„Iſt es Dir unmöglich, uns ganz zu retten, ſo ſag' doch, was Du opfern kannſt, um uns vor Schande zu bewah⸗
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