Mutter en Hän⸗ t genug Abgrund ion ver⸗ betten? e unſere, Vir ſind mich zu hundert⸗
2 meine Va⸗ weißt, unſeres worden; i Dinge pfangen, 1 eich⸗ ülfe ge⸗ 8 Geſetz dird, ob⸗ geriſchen ur durch nys un⸗
nys mit Schelm, ſelbſt in
291
die Grube gefallen, welche er uns gegraben hat. Er kommt in das Gefängniß auf zwanzig Jahre; er wird Kettenſträfling; dieß wird er zum Mindeſten nicht geſtohlen haben; er hat noch viel Schlimmeres ver⸗ dient.
Ein ſchneidender Schrei des Abſcheus und der tödtlichen Angſt entwand ſich Thereſens Bruſt. Die Thränen ſprangen ihr ſtromweiſe aus den Augen.
Sie fiel auf die Kniee und flehte mit aufgehobe⸗ nen Händen:
„O, Vater, öffne Dein Herz dem Mitleiden! Sei barmherzig gegen Deine unglückliche Tochter. Sie ſoll Mutter werden! Ihr Kind ſoll einen Ketten ſträfling zum Vater haben? Mein Gott, ich fühle mich ſterben! Vater, Vater, mupß unſern Namen vor dieſem ſchrecklichen Brandmal! Laß uns arm werden,„wenn es nöthig iſt; aber ſchütze Dein Kind, ſchütze Dich ſelbſt gegen dieſe blutige Entehrung!“
„Nichts, keinen Franc, keinen Stüber für den Verräther, den Niederträchtigen, den Böſewicht!“ ſtieß Romys grollend aus, während er die Arme ſeiner Tochter von ſeinen Kieen Jiöe— Er ſtand auf, ohne weiter auf ſie Acht zu geben, und begann brummend und auf den Bücen ſtampfend im Zimmer hin⸗ und herzumarſchiren..
Faſt vernichtet durch ſeine Unerbittlichkeit und außer ſich vor Schrecken und Ver rzweiflung, kroch The⸗ reſe zu dem nächſten Stuhl, ließ ſich auf denſelben niederfallen und verbarg ihr Angeſicht n den Hän⸗ den. Thränen träufelten von ihren Fingern, und aus ihrer keuchenden Bruſt ſtiegen ſchmer zliche Laute auf, als wollte ihr das Herz im Buſen brechen. 19*


