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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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geben?... Du biſt wahnſinnig, und Deine Mutter nicht minder. Sieh dieſelbe mit ausgeſtreckten Hän⸗ den daſitzen! Sie würde gleichfalls thöricht genug ſein, zwei hunderttauſend Francs in einen Abgrund zu werfen, der bereits über eine halbe Million ver⸗ ſchlungen hat. Du willſt mich ſo auf Stroh betten? Du willſt einer alten, reichen Familie, wie die unſere, noch den Bettelſack an den Hals hängen? Wir ſind unglücklich genug; es iſt nicht nöthig, um mich zu ermorden, daß Du der Familie noch zwei hundert⸗ tauſend Francs raubſt.“

„Aber, Vater...“

„Nichts, ich gebe Nichts!“

„O mein Gott!“ rief Thereſe,„ſtärke meine Kräfte! Hilf mir, laß mich gefaßt bleiben... Va⸗ ter, es iſt noch Etwas, das Du nicht weißt, etwas Schrecklicheres noch, als der Verluſt unſeres Vermögens. Pottewal war wahnſinnig geworden; er hat in den letzten Monaten hunderterlei Dinge gethan, Geld gewonnen, Geld verloren, empfangen, ausgegeben, und Nichts in ſeinen Büchern aufgezeich⸗ net. Kann er morgen, weil es ihm an Hülfe ge⸗ bricht, nicht Zahlung leiſten, dann wird das Geſetz dazwiſchen treten, und mein armer Mann wird, ob⸗ wohl unſchuldig, auf Grund eines betrügeriſchen Bankerotts gefangen geſetzt und verurtheilt!“

Es herrſchte eine kurze Stille, welche nur durch das halberſtickte Schluchzen von Madame Romys un⸗ terbrochen wurde.

„Betrügeriſcher Bankerott?“ murrte Romys mit krampfhaftem Lachen.„Ha, der verächtliche Schelm,

.er hat ſeinen Zweck erreicht! Aber er iſt ſelbſt in

die Grul kommt in Kettenſtr⸗ geſtohlen dient.. Ein tödtlichen Thränen Sie nen Hän barmher; ſoll Mu ſträfling mich ſter vor dieſ werden, ſchütze D „Nich Verräthe Romys Tochter auf, ohn brummern hin⸗ und Faſt außer ſie reſe zu d niederfal den. Tl aus ihre auf, als