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Sollte Dein Mann Dich mißhandelt haben, Thereſe? Du biſt ſo bleich!“
Thereſe war in das Zimmer getreten; ihre Miene trug die Zeichen äußerſter Angſt, und ihre Bruſt hob ſich ſichtbar. Sie ſchwieg einen kurzen Augenblick, um ihre Kräfte zu ſammeln und ihren Schmerz zu bezwingen.
„Nun, willſt Du wohl ſprechen?“ rief Romys.
Ihm ihre Arme um den Hals legend, klagte The⸗ reſe mit bewegter Stimme, während ſie ihren Kopf an ſeine Bruſt fallen ließ:
„O, Vater, habe Mitleiden mit mir! Ein ſchreck⸗ liches Unglück hat Pottewal betroffen; ich unterliege vor Angſt, vor Kummer...“
„So? Iſt er vielleicht todt?“ fiel ihr Romys mit einem Lächeln auf den Lippen in's Wort.
„Du allein kannſt uns noch retten. Wenn Du meine Bitte verweigerſt, ſo ſind wir verloren; aber Dein Vaterherz wird Dir zureden; Du wirſt ſie nicht abſchlagen, um des Glücks Deiner Tochter, um der Ehre der Familie willen, einen Theil Deines Ver⸗ mögens zu opfern, nicht wahr?“
Ihr Vater wich ein paar Schritte zurück, blickte
ſie zornig an und rief:
„Was iſt das? Was ſagſt Du da? Einen Theil
meines Vermögens aufopfern? Biſt Du wahnſinnig geworden, Thereſe? Hat Dein Mann ſchlechte Ge⸗ ſchäfte gemacht, ſo iſt es ſeine Sache. Es wird doch ſo arg nicht ſein, als Deine düſtern Worte uns bei⸗ nahe befürchten laſſen?“
„Arg? Ach, es iſt ein ſchreckliches Unglück!“ rief Thereſe, durch die entmuthigenden Worte ihres
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