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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Dinge hier noch zu verhindern. Laß hören, Hermina, willſt Du mir von Neuem böſes Blut machen? Muß ich Gewalt brauchen, oder biſt Du bereit, mir Ge⸗ horſam zu leiſten?“

„Gott wird Mitleid mit mir haben und mir Muth geben, mich zu unterwerfen, Vater,“ antwortete das Mädchen in trübem, ſchmerzlichem Ton, als bräche ihr das Herz im Buſen.„Ach, ich werde Dir ge⸗ horchen!“

„Ohne Hintergedanken? Mit gutem Willen?“

„Mit Geduld, mit gutem Willen, Vater.“

„Wohlan, ſo laßt uns dieſe langweilige Unter⸗ redung abkürzen,“ ſagte Bonifacius Romys in min⸗ der hartem Ton, welcher bezeugte, daß er mit der Ergebung ſeiner Tochter zufrieden war.„Merket alſo wohl auf, damit ich es nicht zweimal wiederholen muß, und prägt Eurem Gemüthe ein, daß ich es nicht vergeben werde, wenn Jemand unterläßt, ſich meinen Wünſchen gemäß zu betragen. Herr Pottewal wird übermorgen Nachmittag hier Café trinken. Hört nun, wie ich dieſen Beſuch, im Einverſtändniß mit ihm, eingeleitet habe. Er wird anklopfen und nach mir fragen, gleich Jemand, der zufällig über dieſe oder jene Sache mit mir zu ſprechen wünſcht. Mittler⸗ weile werdet Ihr am Tiſche ſitzen und den Café ein⸗ ſchenken und Euch überhaupt ſo geberden, als ob Ihr unverſehens überraſcht würdet. Ich werde ihn her⸗ einführen und ihn bitten, eine Taſſe Café mit uns zu trinken. Er wird annehmen. Ihr Alle ſollt ihn heiter empfangen, ihm ein freundliches Geſicht zeigen und ſehr artig gegen ihn ſein. Wir werden eine Zeit lang von unbedeutenden Dingen mit einander