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zu bemühen. Du wirſt eine erwachſene Frau und biſt groß genug, um zu wiſſen, was Du zu thun haſt.“
Hermina öffnete die Schachtel, die auf dem Tiſche ſtehen geblieben war, und überreichte ihrem Vater eine ſchöne lederne Brieftaſche als Andenken von Onkel Jan. Bonifacius Romys zeigte ſich zufrieden mit dieſem Geſchenke, beſonders da ſeine gewöhnliche Brieftaſche von allzu langem Gebrauch faſt aus ein⸗ ander fiel, und er jetzt nicht nöthig hatte, eine neue zu kaufen. Er ſchien in guter Stimmung zu ſein; denn als Thereſe gegen Onkel Jan auszufahren be⸗ gann und mit einer Fluth von Worten auseinander⸗ ſetzte, welche koſtbaren Nichtigkeiten ihre Schweſter ſelbſt für die Magd und deren blinde Schweſter mitgebracht hätte, da that Herr Romys ihrem Tadel Einhalt, indem er ſagte, es wäre jetzt keine Zeit, um darüber zu ſprechen.
Eine Zeit lang hörte er noch mit ſcheinbarem Vergnügen auf das, was Hermina von Brüſſel er⸗ zählte, von Onkel Jan, von Tante Marie und von all dem Vergnügen, welches ſie genoſſen hatte. Er war jedoch ſichtbar zerſtreut und ſchien zuweilen ſich in Gedanken zu verlieren. Als endlich das Geſpräch an Lebendigkeit nachzulaſſen ſchien, nachdem Hermina alle Neuigkeiten, die ſie wußte, erzählt hatte, ſtand Herr Romys von ſeinem Stuhle auf, ſchaute mit einer Art warnender Strenge ſeine Frau an, warf Thereſe gleichfalls einen befehlenden Blick zu und ſprach dann zu Hermina:„
„Laß uns jetzt von ernſten und wichtigen Dingen reden, mein Kind. Es iſt wohl gerechtfertigt, wenn ich, da ich eine gute Botſchaft für Dich habe, nicht


