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Mode. Es iſt ein köſtliches Kleidungsſtück. Komm', laß mich es Dir einmal über die Schulter hängen; du wirſt ſehen, wie ſchön es Dir ſteht.“
„Die Komödie iſt nicht nöthig,“ brummte Thereſe, indem ſie die Mantille auf den Tiſch warf.„Was ſoll ich damit anfangen? Meinſt Du, ich werde auf den Straßen herumlaufen, mit Farben an meinem Leibe, gleich einem Diſtelfinken? Es wäre beſſer, Onkel Jan ſparte ſein Geld mehr, anſtatt das Erbe der Familie an ſolche Nichtigkeiten zu verſchleudern.“
„Ja, Schweſter, ich habe ihm auch geſagt, Du ſeheſt Schwarz lieber; aber Du weißt, er hat die hellen Farben gerner. Er glaubt es damit recht zu machen, und deine Mantille iſt doch wahrhaftig ſchön.“
„Für eine ſolche Thörin wie Du!“ fuhr die bittere Thereſe ſie an.
„Ich danke Dir, Schweſter, für Deine freundlichen Worte,“ lachte Hermina, ohne ſich im Mindeſten da⸗ durch, wie es ſchien, außer Faſſung bringen zu laſſen. Und als ob ſie den harten Spott augenblicklich wieder vergeſſen hätte, öffnete ſie die andere Schachtel und ſagte zu der Magd:
„Du wirſt noch die Froheſte von Allen ſein, Sophie. Ich wußte wohl, daß Du meine Blumen und meine Vögel gut verſorgt haben würdeſt, und bat deßhalb Onkel Jan, Dich nicht zu vergeſſen.
Sieh hier einige Ellen franzöſiſchen Merino, um Dir
ein Sonntagskleid machen zu laſſen... Und wüßteſt Du erſt, Sophie, was ich noch in der Schachtel habe, wiewohl es nicht für Dich iſt, ſo würden Dir die Thränen gleich in die Augen ſchießen, denn mir iſt wohl bekannt, was Du am liebſten haſt. Sieh, da


