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ter und wallte im Winde hinter ihr her, während ſie mit lauter Freude auf den Wegen im Garten herumſprang. Wahrlich, ein Künſtler, welcher den ſchönen Lenz des Lebens in einer menſchlichen Ge⸗ ſtalt zu perſonificiren gewünſcht hätte, würde kein getreueres Bild davon, als dieſes fröhliche Mädchen zu finden vermocht haben.
Als ſie in Eile alle ihre Blumen und Vögel ge⸗ ſehen hatte, faßte ſie wieder den Arm der alten Frau und ſprach mit Begeiſterung:
„Mutter, ich bin ſo oft mit Onkel Jan und Tante Marie im Zoologiſchen Garten von Brüſſel herumgewandelt. Da gibt es alle Arten wilder Thiere. Wenn Du die närriſchen Poſſen der Affen anſäheſt, würdeſt ſelbſt Du zuweilen dadurch zu einem Lächeln bewogen. Da ſind ſo ſchöne Vögel, daß man wahr⸗ haftig glauben ſollte, ſie ſeien mit Farben bemalt worden. Am ſchönſten jedoch ſind die kleinen, lieben Papageichen, ſo grün, ſo ſauber grün, wie das junge Gras im Maimonat. Onkel Jan will zwei ſolche Papageichen fuir mich kaufen, und dazu noch einen weißen Kakadu, mit einem Buſch auf dem Kopf; der kann ſprechen. Ich werde ihn lehren, Mutter, liebe Mutter' zu ſagen; und Du ſollſt denken, ich ſei es, welche Dich allzeit ruft. Ach, ach, das wird hübſch ſein. Aber Du ſiehſt ſo traurig aus, und Sophie ebenfalls! Was umnebelt Deinen Geiſt ſo ſehr, liebe Mutter?“
Madame Romys ſuchte zu lächeln und murmelte einige Worte, um ihre Tochter glauben zu machen, daß ſie keinen Kummer habe.
„Gott ſei Dank, ich irrte mich!“ jubelte Hermine. 3*


