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Schweſter Thereſe; allerlei ſchöne und prächtige Dinge. — Vo iſt der Vater? Iſt er nicht zu Hauſe? O, Mutter, trockne Deine Thränen; wir werden viel Freude haben. Onkel Jan hat mir alle die ſchönſten neuen Muſikalien gekauft, die in Brüſſel zu finden ſind... Und unſere brave Sophie, die nur daran denkt, mein Reiſegepäck zu beſorgen. Ich habe ſie ganz vergeſſen!“
Und mit dieſen Worten ſprang ſie der alten Magd entgegen und umhalste ſie unter Bezeugung einer tiefgefühlten Freundſchaft.
Dieſen Augenblick kam Thereſe von der Treppe in den Gang herab; ſie näherte ſich mit haſtigem Schritte und verſtörtem Geſichte ihrer Schweſter, faßte ſie am Arm und wollte ſie von der Magd wegziehen, indem ſie zornig ſagte:
„Was ſind das für Manieren? Achte Dich ſelbſt. Kaum zu Hauſe, beginnſt Du ſchon wieder mit Dei⸗ nen Unſchicklichkeiten. Der Vater ſoll es erfahren!“
„Ach, Thereſe, Thereſe, guten Tag! Nun, gib mir doch den Willkommsgruß!“
Sie öffnete die Arme, um von ihrer Schweſter den Kuß der Freude erwiedert zu ſehen; aber das unwillige Mädchen gab ſich nur halb zu dieſer Zärt⸗ lichkeitsäͤußerung her und trat dann unter dem Ge⸗ murmel mißbilligender Worte zurück.
„Allzeit ſchlechter Laune!“ lachte Hermine.„Doch Du ſollſt bald vergnügt werden. Thereſe, ich habe ein Geſchenk von Onkel Jan für Dich: etwas ſehr Schönes und Koſtbares, nach dem allerneuſten und beſten Geſchmack... Aber wie geht es mit meinen Conſcience, Die Bürger v. Darlingen. 3


