davon; Herr Romys würde es dann erfahren! Sei nur wieder froh. Hermina kehrt dieſen Nachmittag zurück. Ich werde es ihr ſagen, daß Du Dich in einer traurigen Verlegenheit befindeſt. Sie wird Geld haben; ſie wird Dir helfen. Fürchte Nichts, Deine arme blinde Schweſter ſoll unter dem Unfall von geſtern nicht zu leiden haben. Mache nur ruhig an Deiner Arbeit fort; ich höre Thereſe droben auf⸗ ſtehen; ſie kommt vielleicht, um zu ſehen, wo ich ſo lange bleibe. Guten Muth, guten Muth...“
Sie war im Begriff, die Küche zu verlaſſen; aber plötzlich hörte man auf der Straße das Knarren rol⸗ lender Räder, welches der Hausthüre ſich zu nähern ſchien. Die Frau blieb betroffen ſtehen; die Magd richtete ſich auf mit einem Schimmer von Hoffnung, welcher durch ihre Thränen leuchtete.
Die Glocke wiederhallte auf dem Gang.
„Ach, da iſt ſie! Da iſt Hermina!“ rief die Magd, nach der Thüre laufend.
Einen Augenblick darauf ſprang ein junges, rei⸗ zendes Mädchen der alten Frau an den Hals und begann ſie zu wiederholten Malen mit zärtlichen Ge⸗ fühlen und unter dem Ausrufe allerlei freudiger Worte zu küſſen.
„Ah, da ſind Thränen in Deinen Augen, liebe Mutter!“ rief ſie,„Thränen der Liebe für mich. Du biſt bewegt vor Freude, weil Deine Hermina heim⸗ kehrt! Geſegnet ſei Gott, der mir das Glück ſchenkt, meine gute Mutter wieder in die Arme drücken zu können... Den liebevollſten Gruß von Onkel Jan und Tante Marie! Sie werden Dich beſuchen. Ich habe ein Geſchenk für Dich, und eines für meine
Schr Mut Freu neue ſind denkt ganz 1
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