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über das Leben unſerer armen Tochter zu entſcheiden, bis ſie wenigſtens den Mann kennen lernt, welchen Du ihr beſtimmſt. Nein, nein, ſei gut und laß Dir wohl rathen; verkaufe mein Kind nicht ſo für eine Hand voll Goldes!“
Der Mann lachte ſpöttiſch und gedachte ohne Zweifel die traurige Bitte ſeiner Gattin mit bittern Worten zurückzuweiſen; aber plötzlich vernahm man im Hauſe das Geklirr zerbrechenden Porcellans, ſo heftig, als ob unten ein ganzer Stoß Teller zu Boden gefallen wäre.
Herr Romys wurde denſelben Augenblick bleich und roth; er knirſchte mit den⸗ Zähnen, ſtampfte mit dem Fuß zur Erde und fuhr polternd heraus:
„Vermaledeit! Da haſt Du es! Das ganze Ge⸗ ſchirr in Stücken. Ich breche Sophie den Hals, ich werfe ſie auf die Straße, ich laſſe ſie in's Gefängniß ſetzen, die Spitzbübin...“
Die weinende Frau eilte ihm nach, um ihn zu⸗ rückzuhalten; aber von Thereſe gefolgt, war er be⸗ reits die Treppe hinabgeſtürzt.
Madame Romys blieb zitternd im Gemache ſtehen und horchte voll Angſt auf die Scheltworte, die von unten herauf ſich vernehmen ließen. Sie erhob lang⸗ ſam den Blick zum Himmel und ſeufzte:
„O, Herr, Barmherzigkeit für mein Kind! Du haſt zugelaſſen, daß ich ohne Liebe mich verheirathete: ſiehe da mein Loos!“


