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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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der nehmend reich zu werden, übte einen großen Eindruck auf den Geiſt des Fräuleins. Ihr Urtheil wurde un⸗ dadurch in der Schwebe gehalten, und ſie lächelte bei pen, dieſer verlockenden Hoffnung in ſich ſelbſt hinein; aber hrem unmittelbar darauf ſchien ihr ein ſchmerzliches Licht mich im Innern aufzugehen. nicht„Vater, Vater, Du ſuchſt mich zu verblenden,“ für ſagte ſie vorwurfsvoll.„O, ich ſehe wohl, was vor⸗ eſter geht. Hermina wird heirathen; ſie wird reich ſein; — ſie wird Kinder haben, die Glückliche! während .... ich einſam und verlaſſen hier mein Leben beſchließen r zu ſoll. Ich werde vor Hermina ſterben: ſie allein kann fort. einmal Alles beſitzen. Du machſt mich zum Schlacht⸗ ögen opfer meiner Schweſter!“ e ich„Unſinn! Unſinn allzumal! Du wirſt eben ſo arme unverſtändig, wie Deine Mutter, und es ſollte mich Ver⸗ nicht wundern, wenn Du auch zu weinen anfingeſt. Ich werde mich jedoch wenig darum kümmern. Die an. Heirath, welche ich beſchloſſen habe, iſt höchſt vortheil⸗ was haft für die Familie: das Wohlbefinden, die Er⸗ 6 für höhung und die Ehre der Familie gehen über Alles. raus⸗ Mag es Euch gefallen oder nicht, Hermina wird bin⸗ mein⸗ nen zwei Monaten Madame Pottewal ſein, oder ich veſter will nicht mehr Bonifacius Romys heißen. Man aus ſage Hermina kein Wort von dieſer Heirath, ehe ich onne⸗ ſelbſt mit ihr darüber geſprochen habe...“ Du Die Frau ſprang auf und hob die Hände zu ihrem Ver⸗ Gatten empor, während ſie bittend ausrief: s be⸗„O, Bonifaz, ſtehe ab von Deinem Vorſatz! Gönne eine unſerer Hermina zum Mindeſten einige Friſt. Laß

uns erſt prüfen, ob ſie einige Neigung zu Herrn . Pottewal faſſen kann. Warte, um ſo unwiderruflich