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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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dennoch keine Kraft in ihrem Gemüthe, um gegen den zwingenden Willen ihres Gatten ſich zu erheben.

„Dein Widerſtreben überraſcht mich nicht,“ nahm Bonifacius Romys wieder das Wort;„ich habe mich darauf gefaßt gemacht. Es wäre wohl ein Wunder, wenn Du einmal in Deinem Leben das guthießeſt, was ich für nothwendig erachte. Du magſt Thränen vergießen, ſo viel Du willſt; aber gib Acht auf das, was ich ſage. Sobald Hermina nach Hauſe kommt, werde ich Herrn Pottewal davon benachrichtigen. Er wird hier den Café trinken. Wäreſt Du unvorſichtig oder thöricht genug, um ihn nicht ſo zu empfangen, wie es ſich gebührt, ſo ſollteſt Du Urſache bekommen, es zu bedauern. Sage Hermina ein ungünſtiges Wort und Du ſollſt ſehen, wie ich Herr zu bleiben weiß, Herr und König in meinem Hauſe! Ach! Du glaubſt, ich laſſe mich durch Onkel Jan...“

Man klopfte an die Thüre.

„Vater, iſt's erlaubt?“ fragte man von außen.

„Bah, komm' nur herein, Thereſe!“ rief Boni⸗ facius Romys.

„Ei! Warum weint die Mutter wieder?“ fragte das Fräulein, in das Zimmer tretend.

„Es iſt immerdar daſſelbe; Du weißt es wohl,“ antwortete ihr Vater.„Thereſe, Du wirſt geſcheidter ſein. Ich habe Deiner Mutter geſagt, daß Hermina heirathen ſoll.“

„Heirathen! Hermina heirathen?“ fiel ihm das Fräulein erbleichend in die Rede.„Aber was ſind das nun für Dinge? Du treibſt gewiß Deinen Scherz damit, Vater?“

„Nein, ich treibe keinen Scherz damit; es iſt be⸗