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Die Bürger von Darlingen : Sittengemälde in zwei Abschnitten / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. C. Büchele
Entstehung
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ſich in den Kopf geſetzt hat, daß ſie keine Jung⸗ frau bleiben ſoll, wir mögen es wünſchen oder nicht. Hermina wird alſo heirathen, früher oder ſpäter. Ich habe darüber meinen Beſchluß gefaßt. Und um Onkel Jan abzuhalten, ſich mit dieſer Sache zu be⸗ faſſen, habe ich ſelbſt eine gute Partie für Hermine ausgeſucht...

Seine Frau warf ihm einen ängſtlichen Blick zu.

Wie kindiſch! ſpottete er.Da ſitzſt Du nun und zitterſt, als ob ich im Stande wäre, meine Tochter eine ſchlechte Heirath ſchließen zu laſſen. Fürchte Nichts; der Gatte, welchen ich ihr geben will, iſt beinahe ſo reich als wir, und obwohl er noch Handel treibt, iſt er doch von einer alten und geachteten Familie. Die Pottewals...

Pottewal, der Getreidehändler? rief die Frau erbleichend.O Himmel, das iſt nicht möglich!

Nicht möglich? Warum? Seitdem der Vater Pottewal mit Tod abgegangen iſt, gebietet ſein ein⸗ ziger Sohn Franz über ein anſehnliches Vermögen.

Aber er iſt ſchon alt und kennt unſere Hermina vielleicht gar nicht, murmelte die Frau, vor Auf⸗ regung zitternd.

Achtunddreißig Jahr. Das iſt die Reife des Mannes. Dann erſt hat man Erfahrung; dann erſt lauft man keine Gefahr, ein Verſchwender zu werden, oder ſeine Angelegenheiten ſchlecht zu beſorgen.

Ach, Bonifaz, verheirathe mir meine Hermina nicht ohne Liebe! flehte die Frau.Mach' ſie nicht ihr ganzes Leben lang unglücklich!

Unglücklich? wiederholte Herr Romys.Wir haben gleichfalls geheirathet, beinahe ohne einander

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