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ſollteſt Du Dich nicht darüber freuen, daß ſie jetzt zurückkehrt?“
„Freuen?“ ſpottete Thereſe.„Ja wohl, daß im ganzen Hauſe wieder das Unterſte zu oberſt gekehrt werden ſoll, und daß den Nachbarn wieder den gan⸗ zen Tag durch ihr Schreien, Singen und ihren Lärm ein Aergerniß gegeben wird? Und daß ſie wieder zur Schande der Familie zur Kirche geht und durch die Straßen wandelt, gekleidet gleich einer windigen Brüßler Närrin? Es iſt ſicherlich recht angenehm, daß wir, die wir Alles thun, um dem übeln Gerede der Leute zu entgehen, der ganzen Stadt um des leichtfertigen Betragens meiner Schweſter willen durch die Mauler gehen ſollen? Könnteſt Du nur hören, Mutter, was man Alles von ihr ſagt, und wie ihr Auftreten und ihr flatterhaftes Weſen von Jeder⸗ mann getadelt wird!“.
„Ach, wie iſt es doch möglich, daß Du alſo von Deiner Schweſter ſprichſt!“ klagte die Frau mit ſchmerzlicher Verwunderung.„Hermine, die gute, fröhliche Hermine! Jedermann, der ſie kennt, oder ſich ihr nur nahert, liebt ſie; wo ſie erſcheint, herrſcht Freundſchaft, Lebensluſt, Freude. Wie kannſt Du boſe genug ſein, um Uebles von ihr zu reden, die einfach und rein iſt wie eine Taube?“
„Du ſollteſt nur einmal heren, mit welcher Ent⸗ rüſtung von einigen unſerer Bekannten, und unter Andern von Madame Kwas über die alberne Klei⸗ dertracht meiner Schweſter Hermine geſprochen wird!“
Ein Zittern ſchien durch die Glieder der Frau zu laufen, und es war, als ob ſich plötzlich ein Feuer⸗ funke in ihren matten Augen entzündete. Sie be⸗


