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ein Barbier. Gewiß würden Philomena's Eltern ihre Tochter keinem ſo gemeinen Burſchen zur Frau geben, wenn ſie nicht ihre zwingenden Gründe dazu hätten. Es ſind graͤuliche Dinge, woran man nicht ohne Entrüſtung denken kann.“
„Ich bitte Dich, Thereſe, rede doch von ſolchen Dingen nicht,“ ſeufzte die Dame faſt flehend.„Wenn Dein Verdacht ungegründet ware!“
„Er iſt leider mehr als zu gegründet,“ entgegnete das Fräulein.„Madame Kwas, die ihr Leben daran wendet, die Familiengeheimniſſe auszuſpioniren, um ſie dann überall herumtragen zu konnen, hat es Jo⸗ ſepha, der Modiſtin, geſagt. Und dieſe erzahlte es Jedermann; wohl nur ſo im Dunkeln damit haltend — denn ſie arbeitet für die Leute im Gekronten Elephanten— aber doch deutlich genug, um verſtanden zu werden. Die Putzmacherin hat jedoch mehr Gründe, als wir haben, um von ſolchen Din⸗ gen zu ſchweigen...“
„Nun, Thereſe, laſſen wir Jedermann ſein eige⸗ nes Geſchick tragen und für ſeine Fehler büßen! Reden wir von etwas Anderem, mein Kind.“
„Ich finde Dich mehr und mehr unbegreiflich, Mutter!“ rief das Fräulein überraſcht.„Womit ſoll man ſich hier unterhalten, und wovon ſollte man an⸗ ders ſprechen, als von dem, was in der Stadt ge⸗ ſchieht? Darf man denn die Wahrheit nicht ſagen, und muß man das Schlimme nicht mißbilligen? Aber es iſt mit Dir nicht zu ſprechen, Mutter; Du tadelſt meine geringſten Worte; es iſt Dir zu viel, daß ich den Mund aufthue. Laß uns alſo ſchwei⸗ gen... und fahre dann nur fort mit Klagen, daß


