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den tiefer, machen das Kreuz oder ſchlagen ſich mehremal an die Bruſt.
Der Stall iſt ganz mit Menſchen angefüllt, die auf dem Stroh, das man über den Boden geſtreut, knieen. Zwei Frauen befinden ſich unter den bewaffneten Män⸗ nern; es iſt die Mutter Brunos und Genoveva.—
Jan der Knecht und Bruno ſein Herr knien neben den
Frauen.
Im Hintergrunde des Stalls ſteht ein greiſer Prie⸗ ſter, deſſen Stimme und Hände zittern. Er liest die Meſſe, um Gott ein heilig Sühnopfer zu bringen, ehe die unglückliche Schaar den nächtlichen Zufluchtsort ver⸗ läßt. Ein junger Rekrut, mit dem Gewehr auf dem Rücken, bedient den Prieſter.
Die Krippe iſt der Altar, ein zinnerner Trinkbecher der Kelch, eine Laterne das ewige Lämpchen, das vor Gottes Antlitz angezündet iſt!
Ernſt und rührend iſt die Feierlichkeit. Nichts ſtört
die Todtenſtille, als das leiſe Gebet des Prieſters und das . beinahe unhörbare Wort des Dieners.... Und klingt
bisweilen der ſcharfe Ton der Glocke unerwartet durch die Dunkelheit, dann erfaßt alle ein geheimes Beben....
Wenn der Prieſter ſich umwendet, fällt der rothe Schein der Laterne auf ſein bleiches Geſicht; ſein ſilberner Scheitel glänzt; aber ſeine Züge ſind ſo ſchlaff, ſeine Augen ſtehen ſo tief in ihren dunkeln Höhlen, die Run⸗ zeln des Alters und des Kummers ziehen ſich auf Wan⸗ gen und Stirne ſo unheimlich zuſammen, daß man glaubt, er ſei ein Geiſt, der aus dem Grabe aufgeſtanden, um einem dieſer Todtenfeſte beizuwohnen.
Seit einem Augenblick hat der Prieſter den Kopf über die Krippe gebeugt, ſelbſt das Flüſtern des Gebets iſt verſtummt: die Stille iſt noch größer, alle Herzen beugen ſich in tiefer Ehrfurcht vor Gott: das unergründ⸗ lche Wunder des Altars geht in dieſem Augenblick vor ſich...
Aber, plötzlich die vereinigen mit furchtbe die Kugeln junge Man len Schrei und in ſe „Bu den draußen.
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