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blosgeſtellt. Du ſollteſt nun verzagen, weil Du die volle Gewißheit haſt, daß Du ſterben mußt. Komme, was da kommen mag; was das Schickſal beſchließt, wird ge⸗ ſchehen, heute oder morgen. Der Tod wird einſt un⸗ ſer Herr... Lieber wäre ich auf dem Schlachtfelde gefallen; aber ich ſcheine eine ſchlechte Nummer aus der Schickſalsurne gezogen zu haben. Nun, keine Schwach⸗ heit; zeigen wir den dummen Feinden der Republik, daß Simon⸗Brutus ſterben kann, wie er gelebt: uner⸗ ſchrocken und dem Tode muthig in's Auge ſchauend! ... Ich will verſuchen, ob mir die letzte Pfeife ſchmeckt...“
Mit dieſen Worten zog er eine ſilberne Pfeife aus der Taſche, ſtopfte ſie voll Tabak, ſchlug Feuer in ein Zunderbüchschen, ſetzte ſich nieder und begann in großen Zügen zu dampfen.
In tiefes Sinnen verſunken, betrachtete er die blauen Wölkchen, die aus ſeiner Pfeife aufſtiegen; er folgte ihrem wirbelnden Tanze mit dem Auge, bis ſie endlich verſchwunden waren.
„Das iſt das Leben?“ murmelte er mit bitterem Lä⸗ cheln.„So ſagt man. Wie falſch! Das Leben iſt ein Kampf gegen Alles, ein brennendes Fieber nach leerem Ruhm, ein thörichtes Rennen nach dem Ungewiſſen, eine müde Fahrt auf der See des Zweifels... Und ſo ſtill entwickelte es ſich nicht; ſo unmerkbar verſchwindet es nicht... denn nach dem blutigen Kampfe, den man Leben nennt, kommt endlich noch der Tod, der aber die Menſchen in Stücke reißt und zerſtreut... Der Tod, der, um ſein Schlachtopfer noch mehr zu peinigen, ihn zum Lohn für all ſein Kämpfen und Ringen in einen bodenloſen Abgrund ſtürzt, in einen Abgrund, aus deſ⸗ ſen Ee ihn ein unauflösliches Räthſel ſpottend an⸗
rinſt...! 3 In dieſem Augenblick weckte ihn plötzlich das Ge⸗
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