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und Bitten beſtürmt, ſchien einen ſchweren Kampſ zu kämpfen.
„Mutter, Veva,“ ſprach er plötzlich, indem er die beiden Frauen an der Hand nach der Thüre führte, „geht, verlaßt uns für einen Augenblick, begebt Euch auf Euer Zimmer... Ich bitt, Euch, ich verlang' es, ich befehl' es!“
Sein Ton war ſo gebietend, ſeine Aufregung ſo groß, daß ſeine Mutter und Genoveva ihm willig ge⸗ horchten; wahrſcheinlich in der Hoffnung, daß in ihrer Abweſenheit Geheimniſſe geoffenbart würden, deren Er⸗ klärung Bruno's Gemüth günſtiger ſtimmen müßte.
Als der junge Mann in das Zimmer zurückkehrte, war er todtenblaß und zitterte am ganzen Leibe. Er eilte auf den Brauer zu, führte ihn in eine entfernte Ecke des Zimmers und ſagte mit erſchütterndem Tone:
„Ihr haltet mich für grauſam, unmenſchlich? Aber ſeid ſelbſt Richter zwiſchen Eurem Sohn und mir. Ur⸗ theilt, ob Gott mir wohl vergeben könnte, wenn ich der
Retter des niedrigſten aller Mörder würde... Euer
Sohn? Er hat meinen Vater ermordet— ſeine Leiche
in eine Düngergrube geworfen!“
Bruno ſank erſchöpft auf einen Stuhl zurück.
„Wehe! wehe!“ jammerte der Brauer, und ſchleppte ſich händerringend nach der Thüre.„Und ich, Unglück⸗ ſeliger, kam zu Euch, um Euch um Gnade anzu⸗ flehen!“ 3
Er wollte aus dem Zimmer fliehen, aber der Pa⸗
ſtor hielt ihn zurück. Der arme Vater ſank weinend auf
einen Stuhl..
Der greiſe Prieſter näherte ſich Bruno und ſagte in ſtillem feierlichem Tone:
„Bruno, Bruno, Du haſt gegen Gott geſündigt. Du glaubſt, Dein ſeliger Vater droben im Himmel ſehne ſich nach Rache und wolle mit Menſchenblut ge⸗ ſühnt ſein? Heidniſche Gedanken, mein Sohn. Wenn
eine Seele pfinden kön Vaters Th. Weißt Du tet? Jeſu
blutigen K.
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