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35 über die Wangen, während er mit bewegter Stimme agte:
„Armer Freund, Euer Kummer entlockt mir Thrä⸗ nen, aber das Schickſal zwingt mich unerbittlich zu blei⸗ ben. Ich kann für Simon⸗Brutus keinen Schritt thun, im Gegentheil, könnte ein Wort von mir ſeinen To beſchleunigen, ich würde es ſprechen, ich müßte ſprechen.“
Der unglückliche Mann wandte ſich um und ſchleppt ſich mit erhobenen Händen zu Brunos Mutter hin. b
O, Ihr ſeio Mutter?“ rief er,„Ihr habt mi geſagt, was Ihr zu Herenthals gelitten, als Eun Sohn verurtheilt war. Ich habe geweint bei Eurer Er⸗ zählung; denn ich fühlte, welch' furchtbares Schwen Euer Herz durchbohrt. Ach, ich leide die gleiche Mar⸗ terpein; ich vergehe in dieſer Todesangſt. O bei de Erinnerung an jenes Leiden, helft, helft!“
Der Prieſter war bereits zu Bruno getreten un ſuchte ihn durch väterliche Worte zur Barmherzigkeit zi bewegen; aber der Jüngling hatte unverwandt den Blt zu Boden gerichtet und antwortete auf alle Bitten mi einem unerſchütterlichen:
„Es kann nicht ſein, es darf nicht ſein!“
Die Mutter und Genoveva, von dem Schmerze der Brauers aufs Tieſſte ergriffen, hatten ſich gleichfall Bruno genähert.
Seine Mutter ergriff ſeine Hand und ſprach mit Thränen im Auge:
„Mein Sohn, in Herenthal hat Deine Mutter auch Deinen nahen Tod beweint. Solchen Schmerz, ſolche Verzweiflung, ſolch' unſäglich Leiden kann ein Chriſ ſelbſt den Feinden ſeines Vaterlandes nicht- wünſchen. Baes Meulemans iſt unſer Freund: befreie ihn von ſei⸗ ner Todesangſt. Hat Simon uns gekränkt, um ſo viel ſchöner iſt Dein Vergeben in Gottes Augen. O, ich bitte Dich, lauſche nicht auf die Stimme der Rache; be⸗
freie Deiner Dich für di Deiner Her⸗ „Es k dem Tone i „Nein, wiederholte „Gott jammerte d mein Elend Genove⸗ dageſtanden agte: ſas„Brun vielleicht ſei Macht ſein konnte; ni mehr kränk⸗ chen Sanust in Dir ſein Simon, ſe Vater. Bi hör, bedent üben müßt Veva tete Bruno iſt unmögli „Himn rief Genov gen Blick; Deinen Fu tes Namen erheben fle ühllos, ur füh Brund


