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hoffte ferner, daß die Nachricht von ſeinem Siege und ſeiner Beſitzergreifung einer Feſtung die zerſtreuten
Flächtlinge unter ſeinem Befehle ſammeln werde. Auch eeſchien ihm die Haltung der Franzoſen unbegreiflich: er ſanbte, der Feind wolle ihn mit ſeinen Truppen aufs offne Feld herauslocken und dann mit ganzer Macht in die Stadt dringen.
Was auch ſeine Offiziere ſagten, wie ſehr ſeine Leute auch murrten, der General blieb bei ſeinem erſten Entſchluß. Man machte einige kleine Ausfälle; aber da die Belgen und Franzoſen gleichſam ein ernſtlich Gefecht
zu vermeiden ſchienen, blieb es auch meiſt bei kleinen Scharmützeln ohne viel Belang.
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Bruno hatte die ganze Nacht als Kapitän mit der bälfte ſeiner Leute an einem der Thore Wache gehalten. Die andere Hälfte mußte an einem Ausfall Theil nehmen, der Norgens gethan werden ſollte; da der Kapitän jedoch zu ſehr ermüdet war, hatte man den Befehl über dieſes halbe Fähnlein Karel aus dem Löwen übertragen.
Bruno hatte ſich nach der Ablöſung in ſein Quartier begeben und ſich in einen Lehnſtuhl geſetzt, um auszu⸗ ruhen.
Er lag in dem Zimmer einer vornehmen Bürger⸗ wohnung mit dem Kopfe auf dem Tiſche, und ſchien zu ſhlummern.
Unfern von ihm an dem Tiſche ſaßen ſeine Mutter und Genoveva, leiſe mit einander flüſternd. Man konnte an den Geberden und in dem Geſichte der beiden Frauen ſehen, daß Freude und Hoffnung ihr Herz erfüllte.
Sie warfen bisweilen einen liebevollen Blick auf Bruno, doch ſtorten ſie ſeine Ruhe nicht.


