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mußte nach der Stellung, die die franzöſiſche Republik nun einmal einnahm, eine ungeheure Macht zuſammen⸗ gezogen werden, um durch einen einzigen Schlag des Aufſtandes durch die unwiderſtehliche Gewalt der Maſſe Herr zu werden.
Die Patrioten ſahen ſchon am anderu Tag nach ihrem Einzug in Dieſt fliegende Colonnen von verſchie⸗ denen Seiten der Stadt nahen, und ſich in ziemlichem Abſtand in beſondern Lagern niederlaſſen, mit der deut⸗ lichen Abſicht, die Stadt zu umringen und von dem übrigen Lande abzuſchneiden.
Vorerſt unternahmen die Franzoſen noch nichts gegen die Feſtung; ſie verhielten ſich ruhig in ihren Lagerplätzen und ſchienen ganz unthätig bleiben zu wollen. Indeſſen fingen ſie alle Zufuhr von Mund⸗ und Kriegsvorrath auf und verfolgten oder zerſtreuten die kleinen Corpe, welche nach Dieſt den Bauern zu Hülfe ziehen wollten.
Wenn jedoch ein angekündigter Wagenzug mit Vorrath oder eine anſehnliche Hülfstruppe ſich in dar Ferne zeigte, zog ein Theil des Heeres der Patrioten aus der Stadt und bahnte ſich mit Gewalt einen Weg durch die fliegenden Colonnen, um den Vorrath oder die Hülfstruppen in die Feſtung zu geleiten.
In dieſen kleinen Gefechten, die ſowohl von Seiten der Belgen, als der Franzoſen keinen entſcheidenden Erfolg hatten, verlor man viel Volks ohne merklichen Nutzen.
Der General de Ronmiroir ſah wohl ein, daß es vielleicht vortheilhafter geweſen, mit ſeinem ganzen Heert in das Feld zu ziehen, um die fliegenden Colonnen anzu⸗ greifen, ehe große Verſtärkung zu ihnen ſtieße; aber mehr als ein Grund ließ ihn das Gegentheil beſchließen.
Er wollte die Stadt Dieſt behaupten, wie große Opfer ſie ihm auch koſten möchte. Er zweifelte nicht, daß der Beſitz dieſer Feſtung eine lebhafte Begeiſterung hervorrufen und eine große Maſſe Leute ermuthigen werde, die Waffen gegen die Franzoſen zu ergreifen; er
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