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Er kündigte zugleich an, daß man nicht länger mehr, als eine halbe Stunde hier verweilen werde.
Der größte Theil des Heeres hatte ſich über das Schlachtfeld verbreitet, überall ſah man Verwundete
wegtragen oder verbinden und Todte mit großer Eile begraben.— Der Feldherr de Roumiroir und ſeine Stabsoffiziere ritten zwiſchen den Soldaten umher und beeiferten ſich, die Arbeit zu fördern.
Endlich war alles ſo gut, als möglich geſchehen; das Heer ſtand wieder auf dem Wege, und das rothe Kreuz des Waldeghemſchen Corps war nach Dieſt ge⸗ richtet.
Die Tambours und Trompeter ließen ihre kriegeri⸗ ſchen Inſtrumente ertönen und das Heer marſchirte ſin⸗ gend und jubelnd vorwärts.
Nichts ſtörte den begeiſterten Zug. Das Heer bekam endlich die Stadt Dieſt mit ihren Thürmen und Wällen
an Geſichte, ohne einen einzigen Feind begegnet zu haben.
Der Feldherr erwartete von Seiten der Beſatzung der Stadt eine hartnäckige Vertheidigung. Deßhalb ver⸗ ſammelte er, ohne das Heer anhalten zu laſſen, die erſten Offiziere um ſich, feuerte ihren Muth mit kräfti⸗ gen Worten an und theilte ihnen alles mit, was fie zu einem klugen Verfahren zu wiſſen brauchten.
Allle dieſe Vorſicht war jedoch überflüſſig. Ein be⸗ ſonderer Zufall hatte die Stadt Dieſt von ihrer Be⸗ ſatzung entblößt. Am Tage zuvor war in der Gemeinde Herk, unfern von Dieſt, der Freiheitsbaum von den Einwohnern umgeriſſen worden und man hatte ein vorüberziehendes franzöſiſches Corps beinahe ganz nieder⸗ gemetzelt. Der Befehlshaber von Dieſt war, keine Gefahr ahnend, mit der Beſatzung nach Herk gezogen, um ein
Exempel zu ſtatuiren. Nur hundert Leute hatte er in der Feſtung gelaſſen.
Als man von den Wällen der Stadt das Heer der Patrioten nahen ſah, hatten die Franzoſen beſchloſſen,


