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Bruno ſtand ſprachlos mit glühenden Blicken da; er athmete tief auf, während er mit fieberhafter Unge⸗ duld das Schwert in der Hand hielt und mit den Füßen ſtampfte, als ſehnte er ſich nach dem Befehl des Abmar⸗ ſches. Karel aus dem Löwen, ſelbſt ein muthiger jun⸗ ger Mann, ſah Bruno bewundernd an.
Der junge Capitän antwortete mit düſterem Tone auf des Generals Befehl:
„Wohlan, laſſen Sie uns gehen. Der Boden brennt mir unter den Füßen... Verlieren Sie das rothe Kreuz nicht aus Ihren Augen, General. Wo Sie es ſehen, da fließt das Blut in Strömen!“
Auf Befehl des Feldhern gaben Trommeln und Hörner das Zeichen zum Abzug.
Ein neues Jauchzen des ganzen Heeres begrüßte dieſes fröhliche Zeichen.
Die Franzoſen hatten dieſen lauten Lärm ſchon von Anfang an gehört. Auch ſie waren froh, daß ſie nnter⸗ wegs unerwartet den Feind antrafen und hatten ſich in aller Eile ſtreitfertig gemacht.*
Die beiden Heere waren nicht mehr fern von ein⸗ ander... Beide zogen in großer Schlachtordnung einan⸗ der entgegen und obſchon eine Kanonenkugel oder ein Gewehrſchuß die vorderen Reihen des Feindes hätte er⸗ reichen können, wurde doch kein einziger Schuß abge⸗ feuert.
Das kriegeriſche Jauchzen der Patrioten hatte gleich⸗ falls aufgehört; eine Todtenſtille, der Vorbote eines nahen Kampfes herrſchte über der Fläche.
Plötzlich öffnete ſich die Mitte des franzöſiſchen Heeres und zeigte vier Kanonen, die zugleich losbrachen und einen Hagel von Kugeln unter die uͤberraſchten Pa⸗ trioten ſchoßen. Von Brunos Abtheilung ſielen wohl


