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dieſen Morgen, ſeitdem es hell geworden, hat ſich eine Furcht ſeiner bemeiſtert, weil Jan nicht zurückkehrt. Ich ſelbſt beginne zu fürchten und bekämpfe mit Gewalt meine wachſende Unruhe.“
„Vielleicht, liebe Veva, iſt Brunos Angſt nicht un⸗ begründet. Die Franzoſen durchkreuzen das Kempenland unaufhörlich. Tauſend Gefahren mußte Jan überwinden,
ehe er von Herenthals hieher gelangt; die fremden Sol⸗ 44
daten ſind ſo aufgebracht....
erblaßte, indem ſie erſchrocken ſeufzte:
„Gott weiß, ob dies Vorgefühl des Brauers uns
kein neues Unglück ankündigt! O Ehrwürden, es wärr zu viel! Bruno hat dies ſchreckliche Schickſal doch nicht verdient?“
ſagte:
„Mein Kind, hoffen wir auf die Güte des Herrn. Das Kreuz, das er auf unſere Schultern gelegt, iſt zwan ſchwer, aber wir wollen uns demüthig unter ſeine Hamd beugen. Was auch kommen mag, ſein Wille geſchehe.“
„Armer Bruno!“ klagte das Mädchen.„Seit einer Stunde läuft er umher, von ſeiner Todesangſt unruhig von Ort zu Ort getrieben. Nun ſteht er gewiß auf dem Hügel, um zu ſehen, ob Jan nicht kommt! Ich kenne ſein allzu gefühlvoll Herz; ich weiß, weßhalb er ſich grämt, was er fürchtet....“
Kaum hatte ſie dieſe Worte geſprochen, als ſie auf⸗ ſprang; und des Prieſters Hand ergreifend, zwang ſie auch ihn, ſich aufzurichten, während ſie freudig ausrief:
„Seht, ſeht, dort hinter dem Hügel Bruno, der uns ruft! Da ſind ſie! Da ſind ſie!
Der Brauer ſchien zu erwachen und ſah das Mädchen fragend an:
„Raſch, raſch,“ ſagte ſie zu ihm,„Bruno ruft: ſeine Mutter kommt.“
Der Prieſter ſchüttelte wehmüthig den Kopf und te:
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