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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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Bei dieſer Nachricht zitterte der Brauer vor Schrecken; ſie mußte ihn jedoch ſehr freudig berühren, denn ein freundliches Lächeln erhellte ſein Geſicht. Er ſprang auf und folgte dem Prieſter und dem Mädchen.

Als ſie die Höhe über dem Hügel erreicht hatten, ſahen ſie Bruno in der Ferne aus allen Kräften voran⸗ eilen und ſich kurz darauf an den Hals einer Frau werfen, die in Geſellſchaft eines alten Mannes des Weges kam.

„Seine Mutter! Seine Mutter!“ rief Genoveva,

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Sie ſchlang den Arm um den Hals der gerührten Frau und jauchzte vor Freude.

Bruno konnte nicht ſprechen. Er betrachtete ſeine Mutter in ſeliger Freude und netzte ihre Bruſt mit heißen Thränen.

Endlich wurde ſeine Stimme frei, er hob Arme und Augen zum Himmel empor und rief begeiſtert:

„Dank, Dank, o Gott, daß Du mir wenigſtens meine Mutter gelaſſen. Dein Name ſei geprieſen für dieſe Wohlthat!“

Eine neue Umarmung ſeiner Mutter unterbrach ſein Gebet.

„Bruno, Bruno,“ ſprach die Frau.„Ach, unſer Loos iſt bitter; ich habe gelitten, wie vielleicht noch niemand gelitten. Und doch bin ich jetzt ſo glücklich. Ach, Du warſt ſchon in den Armen des Todes, Dein Name ſtand ſchon auf der furchtbaren Opferliſte.... 8 Deine Mutter findet Dich wieder, lebendig und rei!“

Sie wandte ſich an Genoveva und ergriff ihre beiden Hände, indem ſie mit inniger Dankbarkeit ausrief:

„Veva, wunderbares Mädchen, Dir danken wir dies Glück. Was meinen blutigen Thränen nicht gelang, das hat Deine Klugheit, Dein Muth gethan. Gott ſegne