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„So, ſo, wären alle Nonnen wie dieſe, mich dünkt, ich werde ein Heiliger.“
Die erſte Nonne war wirklich außerordentlich ſchön, von hoher Geſtalt, edler Haltung, mit ſpiegelreinem Antlitz und feurigen Augen.
Ihr folgte eine Schweſter mit matten, aber doch etwas gewöhnlicheren Zügen; dieſe trug einen großen Korb am Arm und darin drei bis vier Flaſchen, etwas Brot und Fleiſch, und Leinwand zum Verbinden der Wunden.
Bei dem Eintreten der Frauen hatten die Soldaten am Tiſche ihre Karten niedergelegt, andere waren von dem Strohlager aufgeſtanden. Alle hefteten den Blick auf das ſchöne Mädchen.
Mit einer gewiſſen Freundlichkeit, ja ſogar mit Ehrfurcht fragte der Sergeant die erſte Nonne:
„Nun, ſchöne Schweſter, was wünſcht Ihr?“
Die Nonne antwortete ihm in gutem Franzöſiſch und in ſanftem, einfachem Tone:
„Wir ſind Schweſtern, die man ausgeſandt, die Verwundeten zu laben und zu tröſten. Wir haben bereits viele Franzoſen beſucht; die Menſchenliebe, deren demüthige Dienerinnen wir ſind, gebietet uns, auch die armen Gefangenen zu beſuchen. Ich darf hoffen, Ci⸗ toyen, daß Ihr uns dieſe Sendung erfüllen laſſen werdet.“
„Ech möchte wohl,“ antwortete der Sergeant, „denn man müßte Wolf oder Tiger ſein, um Euch etwas abzuſchlagen; aber liebe Schweſter, es liegt nicht in meiner Macht allein. Die Befehle ſind genau und ſtreng: ohne Erlaubniß des Stabs wird kein Menſch zu den Gefangenen gelaſſen.“
„Ich habe die Erlaubniß,“ antwortete die Nonne, indem ſie eine Schrift aus ihrer Taſche holte und ſie ihm überreichte.
Der Sergeant trat an die Lampe und ſagte murmelnd;
„Ein Schweſtern ſie ungehin richtig.“
Dami und ſagte:
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